Aktuelles

Die Gottessprecherin

Eine Gemeindepädagogin erzählt: „Da war ein Kind, das wusste in einem Moment meinen Namen nicht mehr. Da hat es mich genannt: die Gottessprecherin.“ Die von Gott spricht. Die im Namen Gottes spricht. Die spricht, und dann ist Gott da.

Die Gemeindepädagogin erzählt den Kindern von St. Martin und vom Nikolaus. Sie singt und kennt Gebete. Sie hört gut zu und fragt die Kinder, wie es für sie ist, wenn Gott da ist. So einfach kann das sein, auch für Erwachsene. Das genügt: dass Gott da ist im Reden und Hören, in der Musik und in den Liedern. Und in dem Gesicht eines Menschen, der selber von Gott angerührt ist.

Unsere Gottesdienste brauchen viel weniger Worte. Dafür solche, die Gott mitbringen. Es müssen nicht immer Pastoren sein, die das tun. Es braucht Gottessprecherinnen und Gottessängerinnen, Gottesschweigerinnen und Gotteszeigerinnen.

Zunehmend bekommen Gemeindepädagoginnen und Diakone den Auftrag, Gottesdienst zu feiern und zu predigen. Dazu gibt es im kommenden Jahr auch eine Fortbildung, bezahlt vom Kirchenamt.

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Gottesdienstwerft mit neuen Manövern

Seit fast vier Wochen sind wir mit gottesdienstkultur-nordkirche.de online. Jetzt starten gerade einige neue Manöver auf unserer Gottesdienst-Werft, viele digital aufgrund der aktuellen Corona-Zahlen: Ende Oktober gibt es einen Taufworkshop: „Komm an Bord! Taufe im säkularen Kontext“. Und Anfang November das Seminar „Digitale Verkündigung. On air Training mit Blick auf das besondere Weihnachtsfest in diesem Jahr“. Übrigens: Einige Plätze sind noch frei! Im ersten Modul am 5. November geht es in Lübeck um die Grundfragen zum „Digitalen Senden“, technische Tipps, Ressourcen-Fragen und auch um ein erstes Kamera-Training. In Modul zwei und drei am 6. und 7. November werden wir ein komplettes Stück konzipieren und produzieren. Und zwar mit Blick auf Weihnachten. Und ebenfalls am 7. November gibt es eine digitale Herbsttagung Kindergottesdienst – für Ehren- und Hauptamtliche, die Kirche mit Kindern gestalten. Das Manöver „Ewigkeit-Glaube-Yoga-Beats“ am Ewigkeitssonntag, 22. November, wiederum motiviert, mit einem Team in St. Georg (HH) auf die Suche nach Ewigkeitsmomenten zu gehen. (alle Infos und Anmeldungen über den button auf unserer homepage „Was wir bieten“/“Sie kommen zu uns“/Workshop digital Verkündigen). Also: kommen Sie an Bord! Ob wir digital, analog oder hybrid arbeiten, entscheiden wir je nach der aktuellen Situation!

Advent und Weihnachten kommen

Die Lebkuchen im Supermarkt sind ein untrügerliches Zeichen. Advent und Weihnachten stehen quasi vor der Tür. Mit Abstand, Hygieneauflagen, viertelvollen Kirchen ohne Gemeindegesang? Oje. Wird das ein Spaß?

Könnte sogar sein, denn so frei wie in diesem Ausnahmejahr ist man in Kirchens selten. So wie immer geht in diesem Jahr nämlich nicht. Kein Anlass, grundsätzlich zu werden, denn Weihnachten 2021 ist Corona ja hoffentlich nur noch eine Erinnerung. Aber in diesem Jahr heißt es, auszuprobieren, wie die gute Nachricht „Fürchtet euch nicht!“ auch anders als immer unters Volk kommen kann. Und da gibt es viele großartige Ideen, von denen man sich als kirchlicher Weihnachtsfeierverantwortlicher inspirieren, ermutigen und erleuchten lassen kann.

Viele haben vorgedacht oder ihre Erfahrungen aus vergangenen Jahren zur Verfügung gestellt: Ideen für Heiligabend unter freiem Himmel, auf Stadtteilplätzen, als Stationenrundweg durch die Kleinstadt oder mit dem Trecker durch die Dörfer; Organisationsvorschläge für Heiligabend in der Kirche; innovative Konzepte für offene Kirchen als Herberge für die Seele; Liturgien und Krippenspiele, die auch mit Abstand funktionieren; Materialien für Gebet, Meditation und Andachten zu Hause und in kleinen Gruppen; Ideen für die digitale Präsenz und Projekte; Überlegungen zu seelsorgerlichen und diakonischen Initiativen rund um Weihnachten und nicht zuletzt theologische Anregungen für Andachten und Predigten.

Eintritt hier

Wir freuen uns über weiteres Material zur gegenseitigen Inspiration und Ermutigung: E-Mail

Besser ist noch lange nicht geil

Ich hatte früher am Musikberg – großes Popmusikprojekt der Kirchengemeinde – nen Typen als Musiker dabei, der immer, wenn ein Projekt richtig gut war und ich das Gefühl hatte, jetzt ist es cool, sinngemäß sagte: das muss doch noch besser gehen. Und dann kam entweder: wir brauchen mehr Licht, ne abgefucktere Location, fettere Stimmung und dazu noch ein paar andere verrückte Sachen. Und was soll ich sagen: wir haben es mit nem großen Team durchgezogen und es war der Hammer.

Ich hab das Gefühl, der Typ fehlt mir manchmal. Aber auch sonst fehlt dieser Typ mitunter.
Ich höre gerade von Vielen, dass in den Kirchengemeinden Uneinigkeit besteht, ob man nun wieder zurück zum gut Bewährten gehen kann oder vielleicht 2 der neuen „Corona-Projekte“ weiter führt.
Wenn ich nach a) oder b) gefragt werde, nehme ich ja grundsätzlich c:)
In den letzten zwei Monaten haben wir alle einen technologischen Sprung gemacht, alle zusammen. Super! Respekt an alle digitalen Neueinsteiger, die mitgesprungen sind!

Also a) zurück oder
b) etwas vom Neuen behalten und beides verbinden?

In diesem Zusammenhang kann c) nur bedeuten:
AUF GEHTS ZUM NÄCHSTEN SPRUNG!
BESSER IST NOCH LANGE NICHT GEIL!

Da geht noch viel mehr und über die jetzt digital neu erreichten Menschen gibt es noch viel mehr Menschen da draußen!
Ich weiß, Streaminggottesdienste sind für uns eine Revolution. Und gleichzeitig ist die Welt schon längst bei Digitalisierung 2.0 – interaktiv. Wir müssen Möglichkeiten schaffen, dass auch digital Leute beteiligt sind. Dass sie reagieren und agieren können.
Wenn unsere Digitalisierung heißt, wir machen normal Gottesdienst und zeigen den auch online, dann ist es nur der erste Schritt. Wir wollen ja alle eine Kirche haben, die den Menschen nicht irgendwas erzählt, sondern sie auf Augenhöhe ins Gespräch bringt, sie als Subjekt sieht.

Spannend ist die Frage, wie wir das mit begrenzten Ressourcen umsetzen können. Die Lösung wird sicher überall anders und nirgends endgültig sein. Da brauchen wir Konzepte, um sowohl analog als auch digital den nächsten Schritt zu gehen. Doch wir sollten ihn jetzt auch gehen. AUF ZUM NÄCHSTEN SPRUNG! #VollePullePop

[Jan Simowitsch]

Baustelle – Steh ich drauf

Noch erkennt man nicht, was es wird, aber es wird! (Meistens)

Und manchmal sieht mein Job genauso aus. Es ist schon viel da. Es gibt bereits eine innere Logik, nur von außen erkennt man es noch nicht. Für einige besteht die Spannung darin, daraus jetzt etwas richtig Schickes zu machen.

Ich mag den ersten Part der Arbeit aber ebenso: mit all dem, was halt so da ist, und mit all denen, die Bock dazu haben, etwas Neues erschaffen: überlegen, verwerfen, probieren und testen, Fehler machen und Fehler entdecken, optimieren, bis dann so ein Gerüst steht und alle ahnen, wohin es geht. (Vielleicht.)

Fehler? Okay, ein hässliches Wort. Klingt nach falsch und schuldhaft. Dabei entsteht Neues fast immer über den Umweg von Fehlern. Steh ich auch drauf. Nenn sie allerdings lieber „Lernpausen“. Ist inhaltlich einfach korrekter.

Also keine Angst – und euch allen Mut und #VollePulleBock auf Neues, aufs Leben!

(Ist wie mit Musik: du kannst dir das Album fehlerfrei auf Spotify reinziehen oder gehst zum Konzert. Da passieren immer Fehler, ist trotzdem geiler!)

[Jan Simowitsch]

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