Aktuelles

Pantomime-Performance als Baustein für digitale Oster-Gottesdienste

Kunst und Kultur können unsere Gottesdienste auch über die Kirchenmusik hinaus bereichern. Das ist keine neue Erkenntnis. Es entstehen neue, überraschende Sichtweisen, wenn ein Pantomimen, eine Erzählkünstlerin oder Puppenspielerin einen Predigttext zur Sprache bringt.

Der Pantomime-Künstler Christoph Gilsbach hat gemeinsam mit Markus von Hagen, Rezitator, drei berührende pantomimische Szenen für die Kar- und Ostertage entwickelt. In seiner Predigt ohne Worte erzählt er wie Menschen mit Todesangst umgehen, wie sie die Abgründigkeit des Todes annehmen und wie sie im Tod vom Leben zum Leben gelangen.

Drei YouTube-Trailer

Die beiden Künstler hatten den Wunsch, in diesen herausfordernden Zeiten einen künstlerischen Osterimpuls zur Verfügung zu stellen. Deshalb haben sie drei kurze Filme für Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag produziert, die diese pantomimischen Szenen jeweils mit einem kurzen geistlichen Impuls zur Einleitung verbinden.

Gemeinden, die digitale Gottesdienst-Formate für die Kar- und Ostertage planen, können diese drei Trailer als Predigt-Bausteine nutzen. Aber auch in analogen Gottesdiensten sind die Filme gut einsetzbar.

Da die Erstellung der Filme mit einigen Kosten verbunden war, freuen sich die Akteure über eine Spende für ihre Arbeit. Eine Spende ist keine Bedingung für die Nutzung der Filme, bedeutet aber eine Wertschätzung der künstlerischen Arbeit. Außerdem ist solch eine Spende Ausdruck der Solidarität in diesen Zeiten, in denen Künstler so gut wie kein Einkommen haben.

Die YouTube-Links zu den drei Einzel-Filmen sind erhältlich über Christoph Gilsbach – Zauberer & Pantomime: mail@christophgilsbach.de, ebenso eine Kontoverbindung für mögliche Spenden.

Die Gesamtproduktion ist hier zu finden:

Auch über Ostern hinaus können Kirche und die Künste der kleinen Form einander inspirieren:

Christoph Gilsbach ist schon seit  Jahren ein gern gesehener Gast in vielen Kirchengemeinden. Er bringt seine Pantomime-Stücke in Kirchen auf die Bühne und ist ein gefragter Referent für Vorträge, Workshops und Matineen. Mehr Infos über seine Arbeit gibt es hier: www.gilsbachdasleben.de oder auf www.kleinkunstkirche.de.

Claudia Süssenbach

Hoffnung? Oder Kampf?

Stellen Sie sich vor, die Firma BioNTech /Pfizer stiftete der Bundesrepublik eine Million Euro für ein Denkmal, das die Überwindung der Pandemie vergegenwärtigte. Eine Kommission unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten sichtete künstlerische Entwürfe und schließlich würde in der Hauptstadt eine Skulptur eingeweiht unter dem Titel: „Kampf“ – wäre das angemessen?

1869 vermachte Günther Ludwig Stuhlmann seiner „Vaterstadt Altona“ in einem Testament rund 75.000 Mark Courant für ein städtisches Leichenhaus, für einen neuen Turm für die Ottenser Christianskirche, für einen öffentlichen Garten sowie einen Springbrunnen, der erst 31 Jahre später mit einer monumentalen Brunnen-Skulptur realisiert wurde.

Zu Pfingsten des Jahres 1900 wurde in Altona diese Skulptur eingeweiht. Der Titel: „Kampf“. Zu sehen ist der dramatische Kampf zweier Mischwesen aus Pferd und Mensch um einen großen Fisch, aus dessen Maul sich die Hauptfontaine des Brunnens erhebt. Vom Brunnenrand her speien ein Wassergott, eine Nymphe und Echsen weiteres Wasser in die Mitte. Dieser „Kampf“ ist immer wieder auf die Rivalität von Altona und Hamburg gedeutet worden. Dabei ging es wohl nicht nur um Fischfang und –verarbeitung, sondern vor allem auch: um die „Wasserkünste“. Und um eine Epidemie und ihre Bewältigung.

Denn der Stifter dieses Brunnens, Günther Ludwig Stuhlmann, war Gründer und Direktor der Altonaer Gas- und Wasseranstalt AG. Auf seinem Grundstück in Neumühlen wollte er ein Wasserwerk für Altona errichten, ließ sich aber von William Lindley beraten, das Wasserwerk in Blankenese zu bauen und in Altona nur die Gasanstalt. Die Konkurrenz zwischen dem filtrierten Wasser, das vom Baurspark bis zum Bahnhofsplatz in Altona floss, und dem unfiltrierten Wasser auf der Hamburger Seite zeigte sich auf fatale Weise in der Choleraepidemie von 1892, als das saubere Wasser aus Altona half, Leben zu retten.

„Die Straße Schulterblatt wurde auf der einen Seite durch die Altonaer Wasserleitung mit filtriertem und auf der anderen Seite durch die Hamburger Leitung mit unfiltriertem Elbwasser versorgt. Während auf der hamburgischen Seite die Cholera rasch um sich griff, blieben die mit Altonaer Wasser versorgten Einwohner von der Krankheit verschont.“ (A. Meng, Geschichte der Hamburger Wasserversorgung, S. 137-139). Die Straßenseite entschied darüber, welches Kind gesund blieb und welches nicht.

Wir wissen noch nicht, wie die gegenwärtige Pandemie einmal erinnert werden wird. Aber es liegt an uns jetzt, ob das Stichwort „Kampf“ den Titel bestimmen wird – oder vielleicht ein Wort wie „Hoffnung“. Dies entscheidet sich auch an der Präsenz der Kirche in diesen Zeiten – Stichwort: „Hoffnungswege“.

Andreas Wandtke-Grohmann

Hoffnungsträger*in werden!

Es braucht sie jeden Tag – Menschen, die Gott in dieser Welt ein Gesicht geben und die Kraft aufblühen lassen, weiterzugehen auf #hoffnungswegen! Es gibt so viele Orte, wo wir Hoffnung weitertragen und weitergeben können: Durch einen Gruß im digitalen oder analogen Briefkasten, einen gemeinsamen Spaziergang, ein Telefonat, ein Geschenk, einen Besuch, ein Gebet …

Unser Beitrag aus der Nordkirche für die Passions- und Osterzeit 2021 ist ein Segensbändchen aus Samenpapier: als Hoffnungsband, als Armbändchen, als Bändchen für den Rucksack, für Veranstaltungen – zum Selbertragen oder zum Verschenken. Eine Idee aus dem Werk Kirche im Dialog in Zusammenarbeit mit dem Amt für Öffentlichkeitsdienst.

Es kann – nach dem Tragen oder auch sofort – in die Erde gelegt werden und mit etwas Warten, Hoffen und einem Quäntchen Glück wachsen daraus wunderschöne Sommerblumen. Das Samenpapier enthält eine Sommerblumenmischung mit z.B. Gänseblümchen, Mohnblume, Rudbeckia, Centaurea, Brandschopf, Schmuckkörbchen und Zinnien. Das pflanzbare Papier (140gr/qm) ist ein umweltfreundliches Produkt aus wiederverwertbaren Rohstoffen. Und über die Blumen freuen sich Bienen, Schmetterlinge und Insekten! Das Bändchen hat die Maße 220×18 mm und einen selbstklebenden Verschluss.

Eurer Kreativität sind bei der Verwendung keine Grenzen gesetzt. Hier ein paar Ideen von uns zur Anregung:

• Ich trage das das Segensbändchen aus Saatgutpapier selbst – sage mir, was Gott mir längst zugeflüstert hat: Du bist Hoffnungsträger*in – dich brauche ich, um die Hoffnung in dieser Welt sichtbar werden zu lassen.

• Ich verschenke das Samenbändchen: an Freunde, Familie, Nachbar*innen, an meine Held*innen des Alltags in Zeiten von Corona … sage ihnen: Du bist für mich Hoffnungsträger*in! Mit dir blüht sie auf: die Kraft weiterzugehen.

• Das Samenbändchen liegt zur Verteilung in offenen Kirchen bereit. Vielleicht kommen die Menschen und bringen ihre Gebete, ihre Wünsche in die Kirchen, legen sie vor dem Altar nieder und nehmen sich als sichtbares Zeichen der Hoffnung ein Segensbändchen mit.

• In Andachten und Gottesdiensten predigen die Pastor*innen von diesem kleinen Zeichen der Hoffnung auf den vielfältigen #hoffnungswegen durch das Jahr 2021.

• In KiTas, Schulen, im Religionsunterricht, in der Konfi-Arbeit beschäftigen sich die Kinder und Jugendlichen mit dem Thema Hoffnung. Das Segensbändchen tragen sie als sichtbaren Ausdruck für ihre Hoffnung.

• Das Bändchen kann auch als Begrüßungsgeschenk für Neugeborene genutzt werden: Du bist ein*e Hoffnungsträger*in!

• In der Seelsorge, in Krankenhäusern und Altenheimen und in weiteren diakonischen Einrichtungen wird das Segensbändchen als Geschenk und  Dankeschön an Menschen weitergegeben.

• Kirchengemeinden veranstalten eine Aktion: „Mein*e Hoffnungsträger*in des Tages, der Woche, des Monats“ (z.B. große und kleine Zeugen des Glaubens, Kolumnen, Podcasts, Interviews, Social Media-Aktionen).

• Für eine Aktion im Sozialraum: Bewohner*innen des Stadtteils/des Quartiers/des Dorfs freuen sich im Briefkasten über ein Armbändchen und eine Karte, die signalisiert, dass wir die gesellschaftlichen Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen, alle zu Hoffnungsträger*innen werden können.

• In Kooperation mit dem örtlichen Bäcker gehen Kirche und Kommune gemeinsam #hoffnungswege – mit jeder Brötchentüte am Sonntagmorgen gehen ein Samenbändchen und eine Karte an die Menschen: Auch du bist Hoffnungsträger*in!

• Ebenso kann es als Zeichen der Hoffnung auf dem Friedhof oder an anderen Bestattungsorten dienen: Für unsere Verstorbenen legen wir es in die Erde – ein Bild für das, was wir an Ostern feiern: Auferstehung – es gibt etwas, das ist stärker als der Tod.

Seid dabei und berichtet auf Facebook (Gruppe: Hoffnungsträger*innen) und Instagram: Wem habt ihr das Samenbändchen geschenkt – wer sind eure #hoffnungsträger? Wer begleitet euch auf #hoffnungswegen? Wie habt ihr es verwendet? Wo wurde es zum Wachsen in den Boden gelegt? Welche Blumen sind daraus entstanden? Unter den Hashtags #hoffnungsträger und #hoffnungswege  können wir uns miteinander verbinden und  gute Ideen teilen.

Aber auch ohne Samenbändchen könnt ihr dabei sein! Die Ostersteine lassen sich mit diesen Hashtags beschreiben oder auch ganz andere Zeichen am Wegesrand – wir sind gespannt auf eure Ideen! Ebenso kann man eine Postkarte mit Aufkleber im AfÖ erwerben, auf der es auch steht: Du bist Hoffnungsträger*in.

Wir wünschen uns, dass mit diesem Band auch Kraft und Zuversicht wieder und weiterwachsen – ebenso wie Nähe und Normalität. Lasst uns einander mit dem Band der Hoffnung verbinden und dem Wunder beim Wachsen zusehen!

Ach so: Sie sind ab 17. Februar 2021 verfügbar und über www.bestellung-nordkirche.de für 0,36 Euro (Produktionskosten) zu erwerben.

Dr. Emilia Handke

Die Zukunft des Gottesdienstes beginnt jetzt

Thomas Hirsch-Hüffel denkt in seinem neuen Buch über die Zukunft des Gottesdienstes nach, und wir legen Euch das Buch ans Herz. „Denn die Zukunft beginnt jetzt, hier und heute“, schreibt er, und: „Gottesdienst ist in seiner Standardform ins Schlingern geraten – ein Zeichen dafür, dass über kirchliche Formen und Rituale nachgedacht werden muss.“

Und das tut er dann auch – vom Stand der Dinge bis hin zu Ideen für die Zukunft des Gottesdienstes. Aber er gibt auch Hinweise zu Details im normalen agendarischen Gottesdienst wie: Lesungen, Abendmahl oder Gebet, sowie zu den Kasualgottesdiensten. Spannend und praxisnah sind vor allem die schnell anwendbaren Übungen zu Liturgie und Predigt – u.a. zu Präsenz, Vortragen, Erleben des Raumes, öffentlichem Gebet und vielem mehr.

Sämtliche Übungen stehen als digitales Material zum Download zur Verfügung. Es gilt: Neues Ausprobieren und mit dem Erfolg wie auch dem Scheitern leben, denn für den Gottesdienst sind Versuch und Irrtum lebenswichtig. Also: Lesen, Ausprobieren, Weitergeben.

https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/zukunft-gottesdienst

Claudia Aue

Kleine Brötchen backen

Viele Konditoreien und Cafés haben zur Zeit geschlossen. Zum Glück sind die Bäckereien geöffnet. Ich bin froh, dass Lebensmittelgeschäfte nicht schließen – aus Angst, man könnte sich bei ihnen in der Warteschlange anstecken. Ebenso Tankstellen und Apotheken.

Die Kirchengemeinden müssen sich entscheiden, ob sie Konditoreien sein wollen oder Backshops. Auf Sahnetorte kann man verzichten – auf Brot nicht. Sind Gottesdienste Luxus oder geistliche Grundversorgung?

Wenn in dieser Phase der Pandemie die Gottesdienste erlaubt sind, dann vermutlich, weil man eine bestimmte Erwartung an sie hat. Dass sie nämlich etwas beitragen können, diese Zeit gut durchzustehen. Dass sie Menschen in der Seele ernähren können. Und dass man nicht leichtfertig darauf verzichten kann.

Wer Angst hat, der kann nicht wirklich Gottesdienste feiern. Wer sie als Sahnehäubchen versteht, kann auf sie verzichten. Der Gemeindedienst unterstützt Prädikantinnen und Prädikanten, die spirituelles Schwarzbrot backen wollen – gerade auch in schweren Zeiten.

Andreas Wandtke-Grohmann

Gottesdienst-Future …

Auch er hat unter Corona gelitten: Der Gottesdienst. Und es steht in den Sternen, wie es mit ihm weiter geht.

Digital, analog, klein, zielgruppenorientert, offen, kreativ. Auf jeden Fall bleibt er ein Herzensanliegen und viele feilen an ihren Konzepten oder entwerfen ganz neue, auch im Zuge von Regionalisierungen. Gottesdienstberater*innen kommen dazu in die Gemeinden und denken mit, probieren aus, spielen durch und schulen auch, zum Beispiel zum Thema Präsenz oder Sprechen. Dazu gibt es jetzt eine EKD-weite Langzeitfortbildung Gottesdienstberatung. Interessierte Pastor*innen  aus der Nordkirche können an dieser Fortbildung teilnehmen, die das Zentrum für evangelische Gottesdienst- und Predigtkultur anbietet. Sie umfasst sechs mehrtägige Module im Zeitraum von November 2021 bis Februar 2023 in Wittenberg zuzüglich kollegialer Hospitationen und der Durchführung eines eigenen Beratungsprojekts.

Termine der Module:

Mo 8.11. – Fr 12.11.2021     (Modul 1)
Mo 7.2. – Do 10.2.2022         (Modul 2)
Mo 9.5. – Do 12.5.2022         (Modul 3)
Mo 5.9. – Do 8.9.2022            (Modul 4)
Mo 7.11. – Do 10.11.2022   (Modul 5)
Mo 6.2. – Fr 10.2.2023           (Modul 6)

Leitung: Susanne Mathis-Meuret, Jan Mathis, Dr. Peter Meyer, Dr. Dietrich Sagert.

Kosten: Es werden keine Kursgebühren erhoben, sondern lediglich die Kosten für Übernachtung und Verpflegung für die Seminartage in Wittenberg in Rechnung gestellt. Diese werden für die ganze Ausbildung voraussichtlich 2.500 Euro betragen. Das LKA fördert die Langzeitfortbildung mit 50% der Gesamtkosten bei entsprechender dienstlicher Genehmigung

Anmeldung: Bitte nehmen Sie bei Interesse oder Fragen Kontakt auf mit: claudia.aue@gottesdienstinstitut-nordkirche.de

Anmeldeschluss: 10. Februar 2021.

Neue Website: Ausloten, was Sache ist

Wenn das magenta-farbene Periskop auftaucht, die Sonarwellen den Kontext ausloten, dann singt der Deeper: „Hörst du den Klang, der aus der Tiefe kommt?“

Deeper – das sind Resonanzkörper, um zu orten, in welchem Kontext sich das fahrende Schiff gerade befindet. Wenn die Schallwellen auf Fischschwärme, versunkene Schätze oder verrosteten Schrott treffen, dann werden sie zurück an die Oberfläche reflektiert. Deeper zeichnen also Karten der Umgebung auf.

Als mobile Deeper haben wir als Werk „Kirche im Dialog“ gut zwei Jahre lang zahlreiche Signale aufgenommen – Impulse aus Gemeinden, Rückmeldungen aus Beratungsformaten, Resonanzen in Workshops, auf der Straße und am Elbstrand, bei der Hashtag-Analyse in den sozialen Medien. Und endlich können wir euch die Vielfalt an Themen und Projekten, mit denen wir uns beschäftigen dürfen, auf unserer neu gestalteten Website www.kircheimdialog.de zeigen, die seit Ende Dezember online ist.

Als Kirche im Dialog forschen wir, wollen aber zugleich anhand vielfältiger Projektideen von anderen genauso wie von uns selbst auch inspirieren und Menschen zum Mitmachen anregen. Kirche im Dialog – das ist viel mehr als ein Werk aus zwei Personen, das ist ein gemeinsamer Auftrag, ein Prinzip!

Auf der Website geben wir u.a. einen Einblick in die Pop Up Church oder die Wohnzimmerkirche. Außerdem stellen wir unsere aktuellen Schwerpunkt- und Beratungsthemen vor: Welche ergänzenden Kasualformen braucht es, um als Kirche verstanden zu werden? Wenn „Sozialraum“ und „Gemeinwesen“ Zauberformeln der Zukunft sind, wie gelingt die Kooperation in der Nachbarschaft konkret? Junge Erwachsene gelten als eine der schwierigsten Zielgruppen von Kirche insgesamt. Wer sind sie und wenn ja, wie viele? All dies sind wichtige Themen, die die Zukunft von Kirche insgesamt betreffen, und mit denen wir mit Menschen ins Gespräch kommen wollen. Schaut auf unserer neuen Website vorbei und: #godeeper 😉

In Ebbe und Flut – Weihnachten

Dock III Records hat eine neue meditative Folge der Reihe „In Ebbe und Flut“ produziert. Pünktlich zu Weihnachten gibt es diese Folge um das Monatslied „Weihnachten“ auf Youtube zum Anhören.

Konzeption: Annika Schiffner + Katharina Schunck
Komposition: Robin Zabel
Songtext: Stephanie Schwenkenbecher
Gebetstext: Emilia Handke
Klavier: Jan Simowitsch
Gesang: Sarina Lal
Sprecher*innen: Katharina Schunck und Simon Ulrich
Produktion und Mix: Jan Keßler
Cover-Artwork: Ulf Werner

In Ebbe und Flut
https://www.DockIIIRecords.de

„Habt nichts in euren Häusern, das nicht nützlich oder schön für euch ist!“ (William Morris)

Ich probiere es einmal aus: betrachte das, was mich umgibt, auf diese Weise. Es steckt ein kleiner, feiner „Schubs“ darin, doch einmal einiges auszumisten. Es hilft. Und das, was den Aufräumaktionen standhält und nicht eindeutig nützlich erscheint, das trägt nun das Prädikat: schön – für mich!

Das Bücherregal aufzuräumen, macht diese Weisheit allerdings nicht einfacher. Die meisten meiner Bücher finde ich schön und einige nützlich. Der „Plan für den Kindergottesdienst“ gehört für mich dazu! Nützlich ist er. Schön jetzt nicht unbedingt. Und weil dies so ist, steht nur der NEUE sichtbar in der ersten Reihe in meinem Bücherregal und die Pläne der Vorjahre in der zweiten. (Für´s Foto habe ich sie ins „Rampenlicht“ geholt. Sonst, wenn ich sie als Nachschlagewerk nutze, weiß ich ja, wo ich sie finde. )

Nun ist der NEUE da! Darf ich vorstellen:

Plan für den Kindergottesdienst 2021 bis 2023 – Leitfaden für Verantwortliche. Verwendbar als Planungsgrundlage, Nachschlagewerk, Material- und Ideensammlung für Gottesdienste mit Kindern.

Dieser Plan bietet für jeden Sonntag einen Bibeltext, aufgeschlossen in thematische Einheiten für wöchentliche und monatliche Kindergottesdienste. Er vermittelt theologische Einführungen, religionspädagogische Hinweise für unterschiedliche Altersgruppen, Grundlagen und Ideen zur liturgischen Gestaltung und Materialtipps.

Zu beziehen über die jeweiligen Landeskirchen. Bei uns gibt Birgit Lubitz den Plan aus den Händen – einzeln oder auch auf Sammelbestellungen, solange der Vorrat reicht!  

Mit dem Kauf erwirbt man einen Code zur zusätzlichen digitalen Ausgabe mit weiterem Material.

Ein neuer wunderbarer Service!

Ich denke, die Printausgabe wird für mich das Prädikat „nützlich“ behalten.

Ulrike Droste-Neuhaus

Aktion „Advent an der Bushaltestelle“

Mein Auto hat den Geist aufgegeben und seit langem stehe ich mal wieder an der Bushaltestelle und warte. Warten ist nicht meine Stärke.

Worauf wartest Du?

Ich warte oft:  auf die Email, das Wochenende, auf den Wecker, dass Gott mal mit mir redet. Ich warte auf das Grün an der Ampel und im Februar. Ich warte auf den Impfstoff, darauf, dass die sogenannten Querdenker aufhören, ihre Freiheit über die vieler anderer zu stellen, darauf, dass es für niemanden mehr Sinn macht, Amok zu laufen. Auf Sonnenschein warte ich und manchmal auch auf Regen.  An Silvester warte ich auf Mitternacht, weil es schön ist, zu glauben, dass im nächsten Jahr alles besser werden kann.

Auf den Bus warten in unseren Dörfern eigentlich nur noch die Kinder und die Alten. Dennoch ein Ort, den jeder kennt, an dem alle schon mal allein oder gemeinsam gewartet haben. Und dann kommt nicht der Bus sondern die Idee:

Der Advent naht. Und Advent hat ja bekanntlich mit Warten und Aufbrechen und Ankommen zu tun. Die Bushaltestelle vielleicht ein guter Ort, um mit und bei den Menschen in diesem Corona-Jahr Advent zu feiern?

So machen wir es jetzt. An jedem Montagnachmittag ziehen wir mit Kerzen, Laternen und Feuerschale, Noten und Lichterketten, Flöte und Gitarre zu den Bushaltestellen in den zwölf Dörfern unserer kleinen Kirchengemeinde und singen, reden, hoffen und warten gemeinsam dem weihnachtlichen Licht entgegen.

Mit einem Transparentstern – über 200 haben wir schon gefaltet – gehen alle wieder in ihre Häuser und nach und nach leuchten überall in den Fenstern Sterne. Für die einen ein Zeichen der Verbundenheit, für die anderen Hoffnungsboten des Lichts, dass die Welt verändert.

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