
Manchmal ist alles zu viel: Zu viel Frust. Zu viel Arbeit. Zu viel Krieg sowieso. Und zu dem Zuviel legen wir dann noch das Zuwenig: Zu wenig Hoffnung, zu wenig Gnade, zu wenig: Was wäre, wenn es gut wird?
Es geht nicht nur mir so, da bin ich mir sicher. Dass wir auf zu viele Fragen viel zu wenige Antworten haben. Dass uns die Wahlergebnisse erschrecken. Dass die Dürre uns selbst austrocknet.
Gerade in diesen Zeiten des Zuviel und Zuwenig werden mir Gottes Worte zu Lebensbrot: "Ich habe dich je und je geliebt. Deswegen habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte". (Jeremia 31,3).
Hoffnungstrotzig möchte ich davon erzählen, was am Leben hält. Was stärkt: Brot teilen und Wein. Auf der Straße, an der U-Bahn, in unseren Kirchen. Erzählen vom Heilwerden. Von Menschenwürde. Von dem riesengroßen Herz Jesu, in dem wir alle Platz haben. Und ich möchte vom Glauben erzählen. Denn Glauben ist für mich, den Himmel auf die Erde zu holen. Stücke vom Himmel in unserem Leben zu entdecken. Das Geschirr auf dem Bild oben soll an diese Momente erinnern. Ich glaube, Gott ist überall da, wo wir ihn suchen, ersehnen, erwarten. Überall, wo wir noch nicht fertig geglaubt haben. Überall da, wo wir einander ermutigen: Glaube lieber der Hoffnung! Dieses Geschirr soll die Gottesdienstkultur begleiten. Himmel zum Anfassen sozusagen. Und im besten Fall in ganz viele Orte der Nordkirche kommen. Um gemeinsam Gottes Himmel zu erleben und von ihm zu erzählen. Erzählt ihr mit?
Bente Küster

