Gottesdienstinstitut

Die Zukunft des Gottesdienstes beginnt jetzt

Thomas Hirsch-Hüffel denkt in seinem neuen Buch über die Zukunft des Gottesdienstes nach, und wir legen Euch das Buch ans Herz. „Denn die Zukunft beginnt jetzt, hier und heute“, schreibt er, und: „Gottesdienst ist in seiner Standardform ins Schlingern geraten – ein Zeichen dafür, dass über kirchliche Formen und Rituale nachgedacht werden muss.“

Und das tut er dann auch – vom Stand der Dinge bis hin zu Ideen für die Zukunft des Gottesdienstes. Aber er gibt auch Hinweise zu Details im normalen agendarischen Gottesdienst wie: Lesungen, Abendmahl oder Gebet, sowie zu den Kasualgottesdiensten. Spannend und praxisnah sind vor allem die schnell anwendbaren Übungen zu Liturgie und Predigt – u.a. zu Präsenz, Vortragen, Erleben des Raumes, öffentlichem Gebet und vielem mehr.

Sämtliche Übungen stehen als digitales Material zum Download zur Verfügung. Es gilt: Neues Ausprobieren und mit dem Erfolg wie auch dem Scheitern leben, denn für den Gottesdienst sind Versuch und Irrtum lebenswichtig. Also: Lesen, Ausprobieren, Weitergeben.

https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/zukunft-gottesdienst

Claudia Aue

Gottesdienst-Future …

Auch er hat unter Corona gelitten: Der Gottesdienst. Und es steht in den Sternen, wie es mit ihm weiter geht.

Digital, analog, klein, zielgruppenorientert, offen, kreativ. Auf jeden Fall bleibt er ein Herzensanliegen und viele feilen an ihren Konzepten oder entwerfen ganz neue, auch im Zuge von Regionalisierungen. Gottesdienstberater*innen kommen dazu in die Gemeinden und denken mit, probieren aus, spielen durch und schulen auch, zum Beispiel zum Thema Präsenz oder Sprechen. Dazu gibt es jetzt eine EKD-weite Langzeitfortbildung Gottesdienstberatung. Interessierte Pastor*innen  aus der Nordkirche können an dieser Fortbildung teilnehmen, die das Zentrum für evangelische Gottesdienst- und Predigtkultur anbietet. Sie umfasst sechs mehrtägige Module im Zeitraum von November 2021 bis Februar 2023 in Wittenberg zuzüglich kollegialer Hospitationen und der Durchführung eines eigenen Beratungsprojekts.

Termine der Module:

Mo 8.11. – Fr 12.11.2021     (Modul 1)
Mo 7.2. – Do 10.2.2022         (Modul 2)
Mo 9.5. – Do 12.5.2022         (Modul 3)
Mo 5.9. – Do 8.9.2022            (Modul 4)
Mo 7.11. – Do 10.11.2022   (Modul 5)
Mo 6.2. – Fr 10.2.2023           (Modul 6)

Leitung: Susanne Mathis-Meuret, Jan Mathis, Dr. Peter Meyer, Dr. Dietrich Sagert.

Kosten: Es werden keine Kursgebühren erhoben, sondern lediglich die Kosten für Übernachtung und Verpflegung für die Seminartage in Wittenberg in Rechnung gestellt. Diese werden für die ganze Ausbildung voraussichtlich 2.500 Euro betragen. Das LKA fördert die Langzeitfortbildung mit 50% der Gesamtkosten bei entsprechender dienstlicher Genehmigung

Anmeldung: Bitte nehmen Sie bei Interesse oder Fragen Kontakt auf mit: claudia.aue@gottesdienstinstitut-nordkirche.de

Anmeldeschluss: 10. Februar 2021.

Aktion „Advent an der Bushaltestelle“

Mein Auto hat den Geist aufgegeben und seit langem stehe ich mal wieder an der Bushaltestelle und warte. Warten ist nicht meine Stärke.

Worauf wartest Du?

Ich warte oft:  auf die Email, das Wochenende, auf den Wecker, dass Gott mal mit mir redet. Ich warte auf das Grün an der Ampel und im Februar. Ich warte auf den Impfstoff, darauf, dass die sogenannten Querdenker aufhören, ihre Freiheit über die vieler anderer zu stellen, darauf, dass es für niemanden mehr Sinn macht, Amok zu laufen. Auf Sonnenschein warte ich und manchmal auch auf Regen.  An Silvester warte ich auf Mitternacht, weil es schön ist, zu glauben, dass im nächsten Jahr alles besser werden kann.

Auf den Bus warten in unseren Dörfern eigentlich nur noch die Kinder und die Alten. Dennoch ein Ort, den jeder kennt, an dem alle schon mal allein oder gemeinsam gewartet haben. Und dann kommt nicht der Bus sondern die Idee:

Der Advent naht. Und Advent hat ja bekanntlich mit Warten und Aufbrechen und Ankommen zu tun. Die Bushaltestelle vielleicht ein guter Ort, um mit und bei den Menschen in diesem Corona-Jahr Advent zu feiern?

So machen wir es jetzt. An jedem Montagnachmittag ziehen wir mit Kerzen, Laternen und Feuerschale, Noten und Lichterketten, Flöte und Gitarre zu den Bushaltestellen in den zwölf Dörfern unserer kleinen Kirchengemeinde und singen, reden, hoffen und warten gemeinsam dem weihnachtlichen Licht entgegen.

Mit einem Transparentstern – über 200 haben wir schon gefaltet – gehen alle wieder in ihre Häuser und nach und nach leuchten überall in den Fenstern Sterne. Für die einen ein Zeichen der Verbundenheit, für die anderen Hoffnungsboten des Lichts, dass die Welt verändert.

Gottesdienstwerft mit neuen Manövern

Seit fast vier Wochen sind wir mit gottesdienstkultur-nordkirche.de online. Jetzt starten gerade einige neue Manöver auf unserer Gottesdienst-Werft, viele digital aufgrund der aktuellen Corona-Zahlen: Ende Oktober gibt es einen Taufworkshop: „Komm an Bord! Taufe im säkularen Kontext“. Und Anfang November das Seminar „Digitale Verkündigung. On air Training mit Blick auf das besondere Weihnachtsfest in diesem Jahr“. Übrigens: Einige Plätze sind noch frei! Im ersten Modul am 5. November geht es in Lübeck um die Grundfragen zum „Digitalen Senden“, technische Tipps, Ressourcen-Fragen und auch um ein erstes Kamera-Training. In Modul zwei und drei am 6. und 7. November werden wir ein komplettes Stück konzipieren und produzieren. Und zwar mit Blick auf Weihnachten. Und ebenfalls am 7. November gibt es eine digitale Herbsttagung Kindergottesdienst – für Ehren- und Hauptamtliche, die Kirche mit Kindern gestalten. Das Manöver „Ewigkeit-Glaube-Yoga-Beats“ am Ewigkeitssonntag, 22. November, wiederum motiviert, mit einem Team in St. Georg (HH) auf die Suche nach Ewigkeitsmomenten zu gehen. (alle Infos und Anmeldungen über den button auf unserer homepage „Was wir bieten“/“Sie kommen zu uns“/Workshop digital Verkündigen). Also: kommen Sie an Bord! Ob wir digital, analog oder hybrid arbeiten, entscheiden wir je nach der aktuellen Situation!

Advent und Weihnachten kommen

Die Lebkuchen im Supermarkt sind ein untrügerliches Zeichen. Advent und Weihnachten stehen quasi vor der Tür. Mit Abstand, Hygieneauflagen, viertelvollen Kirchen ohne Gemeindegesang? Oje. Wird das ein Spaß?

Könnte sogar sein, denn so frei wie in diesem Ausnahmejahr ist man in Kirchens selten. So wie immer geht in diesem Jahr nämlich nicht. Kein Anlass, grundsätzlich zu werden, denn Weihnachten 2021 ist Corona ja hoffentlich nur noch eine Erinnerung. Aber in diesem Jahr heißt es, auszuprobieren, wie die gute Nachricht „Fürchtet euch nicht!“ auch anders als immer unters Volk kommen kann. Und da gibt es viele großartige Ideen, von denen man sich als kirchlicher Weihnachtsfeierverantwortlicher inspirieren, ermutigen und erleuchten lassen kann.

Viele haben vorgedacht oder ihre Erfahrungen aus vergangenen Jahren zur Verfügung gestellt: Ideen für Heiligabend unter freiem Himmel, auf Stadtteilplätzen, als Stationenrundweg durch die Kleinstadt oder mit dem Trecker durch die Dörfer; Organisationsvorschläge für Heiligabend in der Kirche; innovative Konzepte für offene Kirchen als Herberge für die Seele; Liturgien und Krippenspiele, die auch mit Abstand funktionieren; Materialien für Gebet, Meditation und Andachten zu Hause und in kleinen Gruppen; Ideen für die digitale Präsenz und Projekte; Überlegungen zu seelsorgerlichen und diakonischen Initiativen rund um Weihnachten und nicht zuletzt theologische Anregungen für Andachten und Predigten.

Eintritt hier

Wir freuen uns über weiteres Material zur gegenseitigen Inspiration und Ermutigung: E-Mail

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