Fachstelle Kindergottesdienst

„Habt nichts in euren Häusern, das nicht nützlich oder schön für euch ist!“ (William Morris)

Ich probiere es einmal aus: betrachte das, was mich umgibt, auf diese Weise. Es steckt ein kleiner, feiner „Schubs“ darin, doch einmal einiges auszumisten. Es hilft. Und das, was den Aufräumaktionen standhält und nicht eindeutig nützlich erscheint, das trägt nun das Prädikat: schön – für mich!

Das Bücherregal aufzuräumen, macht diese Weisheit allerdings nicht einfacher. Die meisten meiner Bücher finde ich schön und einige nützlich. Der „Plan für den Kindergottesdienst“ gehört für mich dazu! Nützlich ist er. Schön jetzt nicht unbedingt. Und weil dies so ist, steht nur der NEUE sichtbar in der ersten Reihe in meinem Bücherregal und die Pläne der Vorjahre in der zweiten. (Für´s Foto habe ich sie ins „Rampenlicht“ geholt. Sonst, wenn ich sie als Nachschlagewerk nutze, weiß ich ja, wo ich sie finde. )

Nun ist der NEUE da! Darf ich vorstellen:

Plan für den Kindergottesdienst 2021 bis 2023 – Leitfaden für Verantwortliche. Verwendbar als Planungsgrundlage, Nachschlagewerk, Material- und Ideensammlung für Gottesdienste mit Kindern.

Dieser Plan bietet für jeden Sonntag einen Bibeltext, aufgeschlossen in thematische Einheiten für wöchentliche und monatliche Kindergottesdienste. Er vermittelt theologische Einführungen, religionspädagogische Hinweise für unterschiedliche Altersgruppen, Grundlagen und Ideen zur liturgischen Gestaltung und Materialtipps.

Zu beziehen über die jeweiligen Landeskirchen. Bei uns gibt Birgit Lubitz den Plan aus den Händen – einzeln oder auch auf Sammelbestellungen, solange der Vorrat reicht!  

Mit dem Kauf erwirbt man einen Code zur zusätzlichen digitalen Ausgabe mit weiterem Material.

Ein neuer wunderbarer Service!

Ich denke, die Printausgabe wird für mich das Prädikat „nützlich“ behalten.

Ulrike Droste-Neuhaus

kinderkathedrale.blog

Es ist Raum in der Herberge

Es ist kein Raum in der Herberge – das ist für mich einer der traurigsten Sätze in der Weihnachtsgeschichte. Ein Kind kommt. Es ist im Bauch der Mutter gewachsen und nun bereit, das Licht der Welt zu erblicken. Ein kleiner Mensch. Ganz. Aber auf die Fürsorge der Welt angewiesen. Dieser kleine Mensch kann seine Bedürfnisse in die Welt rufen und hat noch einen anderen angeborenen Impuls: Sobald die kleinen Finger eine Hand ertasten, fassen sie zu.

Kinder verdienen nichts anderes als Liebe, Fürsorge und Verständnis. Sie haben nicht darum gebeten, geboren zu werden. Aber sie lassen sich darauf ein. Sie zeigen, was sie brauchen und sie fassen nach den Händen, die sie halten. Und sie geben das größte, was Menschen geben können: kompromisslose Liebe. In dem Zufassen der winzigen Finger, dem Geruch, der noch etwas von der Ewigkeit hat und irgendwann dem ersten zahnlosen Lächeln.

In der Kirche wollen wir den Menschen Halt geben und wir haben dafür Strukturen geschaffen. Gottesdienstabläufe. Gebäude, die Sicherheit geben. Mauern, die Geschichten erzählen und Generationen von Menschen einen Raum gegeben haben für ihre Sorgen, ihre Dankbarkeit und ihre Suche nach dem Sinn.

Aber in diesen Mauern ist bislang wenig Raum für kleine Menschen. Dort stehen nur große Bänke.

Das ändert sich gerade in der Simeonkirche in Hamburg Bramfeld. Dort stehen jetzt kleine Stühle und mittelgroße Stühle und dort liegen Teppiche für die Menschen, deren Rücken noch so zart sind, dass sie das eigene Gewicht noch nicht tragen können. Diese kleinen Menschen gehören auf die Arme ihrer Geschwister, Eltern und Großeltern. Und wenn sie mögen, liegen sie einen Augenblick auf dem Teppich in ihrer Kirche und betrachten mit noch nicht ganz klarem Blick die Decke weit über ihnen.

Die kleinen Stühle und Teppiche sind erst der Anfang. Die Menschen in der Simeonkirche wollen noch viel mehr für die Kinder in ihrer Gemeinschaft. Das Abenteuer Kinderkathedrale hat gerade erst angefangen… kinderkathedrale.blog

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